Guten Abend, Gute Nacht

Viele von euch leiden unter Nerven raubenden Schlafstörungen. Der eine kann nicht einschlafen, der andere wird ständig wach und dreht sich von einer Seite auf die andere, wieder andere plagen schlimme Alpträume. Das muss nicht sein!! Hier gebe ich euch 7 wertvolle Tipps an die Hand, mit denen Ihr wieder zu besserem Schlaf finden könnt.

Leider muss ich gleich zu Beginn ein bisschen desillusionieren. Denn in der Regel sind hartnäckige Schlafstörungen nicht sofort und unmittelbar in den Griff zu bekommen. Es braucht also eine gewisse“Schlafhygiene“. Diese zu etablieren bedarf manchmal einiger Tage. Eine gute Schlafhygiene zieht sich bereits durch den Tag und trägt dann im Besten Fall zur Nacht, die gesäten Früchte. Es gibt aber auch ein paar kurzfristige Hilfen. In meinem Beitrag werde ich beides Berücksichtigen und entsprechend als kurzfristiges oder langfristiges Hilfsmittel kennzeichnen.

  1. Stressoren und Sorgen (Langfristig) Fangt allgemein an eure Gedanken und Stressoren zu beachten. Nichts zahlt derart negativ aufs Konto Schlafstörungen ein, wie Sorgen und Gedanken über Vergangenheit oder Zukunft. Durch ständige Zerstreuung über den Tag hindurch, kommen dann zur Schlafenszeit die Gedanken wie eine Welle über uns herein gebrochen. Also lieber mal 3 Zeitfenster über den Tag verteilt wählen und sich dort zielführend und bewusst Gedanken machen. Wie man sich zielführend und bewusst Gedanken macht, erläutere ich in einem anderen Blog.
  2. Wer schreibt der bleibt (Kurzfristig) Macht euch die Mühe und schreibt ein paar Gedanken vor dem schlafen gehen runter. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass es wirklich was bewirken kann aber das geschriebene Wort festigt und vertieft. Manchmal hat man auch das Gefühl, heute wird man gut schlafen und braucht diese Handlung nicht aber da kann Regelmäßigkeit euch ganz klar in die Karten spielen! Also Block und Stift zur Hand und folgende Fragen beantworten: Was möchte ich in den nächsten Tagen erledigt wissen und wann kann ich mir dafür Zeit nehmen? Von welchen Ereignissen aus diesem Tag möchte ich mich jetzt verabschieden? Welche Themen möchte ich morgen im Laufe des Tages nochmal betrachten? Sicher könnt ihr auch noch andere Dinge zu Papier bringen…feel free.
  3. Schlummertrunk (Kurzfristig) Warme Milch mit Honig, Tee, Kakao oder wonach euch so beliebt. Hauptsache ihr verknüpft dieses Getränk mit dem Schlafen gehen. Macht ein regelrechtes Ritual draus. Setzt euch an euren Lieblingsplatz und versucht sämtliche Ablenkungen auszuschalten. Kein Smartphone, Tablet, TV etc. Gerne ein wenig entspannende Musik.
  4. Täglich grüßt das Murmeltier (Langfristig) Kontinuität! Versucht tatsächlich eine gewisse Routine in eure Zu-Bett-geh-Zeit zu integrieren. Zur gleichen Zeit ins Bett, das warme Getränk, entspannte Musik etc. Auch wenn es mühselig erscheint und manches Mal nicht ins Lebenskonzept passt, eines ist sicher; wenn man es schafft eine ruhige und entspannte Schlafatmosphäre zu kreieren, sich das Schlafverhalten verbessert und man wieder gut schläft, hat man das Hirn bereits umkonditioniert. Man sollte sich seine Rituale und guten Schlafgewohnheiten nur immer wieder vor Augen führen.
  5. Nachtwanderung (Kurzfristig) Im Bett rumwälzen vor oder während des schlafens ist nervig und setzt heftig unter Druck. Schließlich muss man doch gefühlt in wenigen Momenten wieder aufstehen. Was also tun?Nochmal aufstehen! Man hält sich schon zu lange in Gedanken (seien sie unter- oder bewusst) auf. Steht auf, deckt schon mal den Tisch für den nächsten Tag, legt eure Kleidung raus, macht alles für die morgendliche Dusche fertig. So spart ihr am Morgen Zeit und könnt vielleicht sogar den Wecker auf eine halbe Stunde später stellen. Hauptsache ihr kommt aus der Grübelei!
  6. Hinschauen! (Langfristig) Schlafstörungen sind aus meiner Erfahrung die Indikatoren Nummer eins, wenn etwas in der Emotionsverarbeitung nicht ganz rund läuft. Sich mit seinen „Problemen“ auseinandersetzen kann die Lebensqualität immens steigern. Wie gehe ich mit Ablehnung und Kritik um? Wohin kanalisiere ich Streit und Stress? Wie ist meine allgemeine Haltung zum Leben? Bin ich eher armes Opfer oder koste ich mein Leben voll aus? Manchmal braucht es zum aufspüren der manifestierten Gedankenmuster Hilfe. Vielleicht macht Ihr mal unverbindlich einen Termin bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie (m/w/d) , einem Psychotherapeuten (m/w/d) oder bittet einfach Freunde um Hilfe. Das Betrachten seiner „Baustellen“ wird nicht nur Schlafstörungen den gar ausmachen!
  7. Wie auf Wolken (Kurzfristig) Vor dem Schlafen gut durchlüften. Hört ihr sicher nicht zum ersten mal. In Verbindung mit einem bequemen, sauberen und gemütlichen Bett kann sowas ungemein helfen. 10 Minuten vor dem Schlafen gehen Fenster auf, Bettdecke und Kissen aufschütteln, Wasser bereitstellen. Es gibt auch noch so nette Extras wie: Kopfkissen-Spray mit ätherischen Ölen die entspannen sollen, Heizdecken die gleich ein molliges und warmes Wohlgefühl bringen, Therapiedecken, Meditationen und Hypnosen zum einschlafen usw. Je nachdem was einem hilft.

Das sind meine Top 7 gegen Schlafstörungen. Immerhin bis zu 15 % der Deutschen leiden unter Schlafstörungen. Das sind schon beachtliche Zahlen und wer selber betroffen ist weiß wie schlimm und belastend das sein kann. Solltet ihr dauerhaft an Schlafstörungen leiden, ist ein Gang zum Arzt wirklich unumgänglich. Auch wenn sich viele Menschen mit der Zeit an diesen Zustand gewöhnt haben, normal ist es nicht! Klärt alle physischen und psychischen Gründe ab und besucht, wenn nötig, einen Heilpraktiker (m/w/d), Arzt (m/w/d) oder Psychotherapeut (m/w/d), um euch helfen zu lassen. Ein kleiner Absatz noch…Mir ist natürlich klar, dass sowas Arbeit und zusätzlichen Aufwand bedeutet. Versucht es doch mal damit: setzt euch eine Zeitspanne (von sagen wir mal zwei Wochen). In dieser Zeit befolgt ihr alles was ihr zum Thema „besser schlafen“ finden konntet. Ihr zieht es aber auch wirklich durch ohne wenn und aber. Nach dieser Zeit werdet ihr sehen, was es euch bringt oder eben auch nicht. Ist es die Mühe wert? Ich sage JA!!! Gesunder Schlaf ist die Basis eines erfüllten, glücklichen Lebens. Also gebt euch, wenn auch nur diese Zeit lang, einen Ruck und packt es an. Ich wünsche euch ganz viel Erfolg und bald wieder friedlich, schlummernde Nächte.

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