Das Beste aus dem Tag rausholen!

„Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter!“- Gerne!!! Und WIE bitte schön?

Wir kennen sie alle und manchmal sagen wir sie uns selber vor. Diese Sätze darüber sein Leben und vor allem die einzelnen Tage, voll auszukosten. Carpe diem – nutze den Tag, hängt auch gerne mal als Wandtatoo, zur Erinnerung, in so manchem Schlaf- oder Wohnzimmer. Aber was genau bedeutet das für jeden einzelnen? Immer was Anderes! Ganz genau. Denn so verschieden wir Menschen nun mal sind, so verschieden sind unsere Bedürfnisse, Wünsche und Stimmungen.

Wie schaffst du es viele gute Tage zu erleben, ohne tausende von Euros auszugeben, zu kündigen und nur noch das zu machen was du möchtest und das ohne Alkohol-und/oder drogenabhängig zu werden? 😉

1.Hör auf zu meckern

Auch wenn Dampf ablassen manchmal hilfreich sein kann und in sich reinfressen und verdrängen keine gute Strategie ist, ständiges Gejammer und Gemecker richtet deinen Fokus immer wieder auf die Dinge die einen belasten, nerven oder gar totunglücklich machen. Sich also immer wieder über die nervige Kollegin austauschen und schimpfen wie ein Rohrspatz hilft nicht. Lenke deinen Fokus stattdessen auf Themen die dich glücklich machen.  

2.Verständnis

Stell dir vor: die listige Kollegin, der cholerische Nichtsnutz von Chef oder der völlig ignorante-ego Autofahrer vor dir, sind alles auch nur Menschen. Sie haben sicher selbst mit sich zu kämpfen. Haben Zweifel und Unsicherheiten. Jeder geht anders damit um und verhält sich manchmal schwer nachvollziehbar. Der Autofahrer hat vielleicht gerade einen Trauerfall in der Familie und fährt deshalb so langsam. Wir wissen es nicht. Aber eines ist gewiss – siehe Punkt 1.

3.Die kleinen Dinge

Eins ist leider mal Fakt: die Wochenenden, Urlaube und Highlight-Erlebnisse machen in unserem Leben leider einen ziemlich kleinen Anteil aus. Die meiste Zeit unseres Lebens ist mit Alltag gefüllt. Schlafen-aufstehen-arbeiten-essen-Haushalt-usw. Betrachte also mal diese, doch sehr häufig vorkommenden Lebensinhalte. Wie schläfst du? Was ist dir in deinem Schlafumfeld eigentlich wichtig? Was brauchst du noch? Wie sieht es mit deinem Essen aus? Gibt es immer nur was zwischendurch oder zelebrierst du diesen Akt? Auch der Haushalt ist ein notwendiges Übel. Wie aber kannst du die wiederkehrende Routine spaßiger gestalten? Denn gelebt werden muss er ja schließlich so oder so.

Die Kugel Eis, der Spaziergang durch deinen Wohnort, eine kleine Radtour, der kurze Grillabend oder was dir auch sonst ein schönes Gefühl beschert, sollte so oft wie möglich in dein Leben integriert werden. Hangel dich von Stunde zu Stunde an vielen kleinen Ritualen entlang. Diese sorgen für die tägliche Ration an Glückskicks.

4.Luft, Bewegung, Balance

Sei so oft und so viel draußen wie nur möglich. Schon 30 Minuten am Tag können was bewirken. Dein Immunsystem wird gestärkt, Serotonin (Glückshormon) wird vermehrt produziert und unser Wohlbefinden steigt. Wo also kannst du mehr draußen-Zeit in dein Leben einbauen?

Das Bewegung im Allgemeinen gut tut, wissen wir mittlerweile wirklich alle. Aber das es den Schweinehund gibt nun mal auch.  Sich immer wieder zum Sport zu zwingen macht auf Dauer auch nicht glücklich. Dann doch lieber einfach mehr Bewegung im Alltag unterbringen.  

Die Ausgeglichenheit von Anspannung und Entspannung ist meiner Meinung nach einer der größten Faktoren warum Menschen auf längere Sicht unglücklich werden. Man läuft wie ein Hamster im Hamsterrad und funktioniert. Der sogenannte Antreiber in einem ist ununterbrochen aktiv. Die Zeiten von Entspannung werden völlig außer Acht gelassen oder immer wieder auf das Wochenende, den nächsten Urlaub oder gar die Rente verschoben. Witzig ist nur, dass wir beide Anteile benötigen um unser volles Potential ausschöpfen zu können. Es braucht also immer auch den Part in dem man ruht. Eine 7 minütige Meditationspause oder einfach nur mal versuchen den Gedanken nicht nachzugehen sondern sie vorbeiziehen zu lassen. Auch wenn du dir nicht stundenlang dafür Zeit nimmst, eine tägliche Wiederholung kann schon verdammt viel ausmachen.

5.Erfüllung/Berufung

Ist sicherlich eine der langwierigsten Glücksgaranten. Wenn du jeden Tag in einem Job arbeitest der dich nicht erfüllt und für den du keinerlei Leidenschaft hegst, kann auch das einem ganz schön den Tag vermiesen. Genauso sieht es auch mit der unglücklichen Partnerschaft oder der ständig kritisierenden Familie aus. Manchmal braucht es einen Kahlschlag und ganz schön viel Mut für derartige Veränderungen aber frag dich einfach immer: „was ist die Alternative?“ Ein Leben lang aushalten, so vor sich hinleben? Dafür bist du nicht auf der Welt und gerade wir- in unserem Land-haben alle Möglichkeiten! Wir haben tolle Angebote uns weiterzubilden, umzuschulen oder ein Studiengang dranzuhängen. Mit 16,8 Millionen Singles, alleine in Deutschland, braucht wohl niemand jahrelang an seinem Partner hängen bleiben, wenn dieser ihm nicht mehr guttut!

Ich weiß, nicht für jeden ist es so einfach wie ich es hier runtertippe aber auch dafür haben wir in Deutschland Fachleute, Coaches, Lebensberater oder Verbände uvm. Keiner muss da alleine durch. Jeden Tag schlechte Laune, da musst du allerdings irgendwann alleine durch!

6.Meine ganz eigenen Helferlein

Ich habe nicht etwa einen unstillbaren Selbstdarstellungsdrang, sondern oft fehlt es an Ideen diese Punkte praktisch umzusetzen. Was habe ich also für mich gefunden und was gibt es so für kleine Helferlein.

Zu Punkt 1 (nicht meckern):

  • Steigt der Frust in dir auf, versuche es ernsthaft mit atmen. Tiefe Bauchatmung entspannt und hält einen Ausbruch zurück
  • Fokussiere dich auf die guten Dinge. Sei dankbar. Du sitzt im besten Fall in trockenem, sauberen Umfeld. Es geht viel schlimmer!
  • Wann steht dein nächstes Glücksritual an? Konzentriere dich darauf.
  • Schöne Zitate, Bilder von der Familie oder dem Haustier können aufheitern.
  • Pläne für das nächste schöne Erlebnis. Mach dich ran und überlege dir was du als nächstes unternehmen möchtest. Sauna-, Kino- oder Konzertbesuch…
  • Führe eine Woche Tagebuch über die guten Dinge. Ist etwas aufwendig zeigt dir aber wie viel Gutes schon in deinem Leben stattfindet.

Zu Punkt 2 (Verständnis):

  • Über wen ärgerst du dich? Was gibt es gutes an dieser Person? Ist es vielleicht eine Mutter, Vater oder armer „Willi“ der ständig auf den Deckel bekommt?
  • Ich saß auch schon heulend am Steuer und stellte nach dem fünften Überholer fest, ich fahre 30 in der 70er Zone. Seitdem denke ich mir immer: „wer weiß was bei der Person gerade so los ist“.
  • Stell dir die Person nackt vor. Wir sind doch irgendwie alle gleich.

Zu Punkt 3 (die kleinen Dinge):

  • Mein Vogelhaus vorm Küchenfenster. Beim Frühstück gucke ich was die Vogelfront in meinem Garten veranstaltet-Herrlich!
  • 7 Minuten Meditation. Geht immer und überall. Wie Zähneputzen in den Alltag integriert, kann es wahre Wunder bewirken.
  • Blitzputzen! Ja genau auch das gehört für mich dazu. Du benötigst: einen Wäschekorb, Putzeimer, Staubwedel, 2 x Lappen (trocken + nass), Reiniger Spray o.ä. Nun Timer auf 15, 30 oder 60 Minuten stellen (wahlweise länger oder kürzer). Mach dir vielleicht noch tolle Musik oder ein Hörbuch an und los geht’s. Du gehst Raum für Raum ab. Der Raum wird aber nicht mehr verlassen. Alles was dort nicht reingehört, kommt in den Wäschekorb. So fliegst du geschwind durch die Hütte.
  • Die Klassiker: Badewanne, gutes Essen, Natur, Wellnessanwendungen dürfen natürlich nicht fehlen. Für mich zumindest.

Zu Punkt 4 (Luft, Bewegung, Balance):

  • Gerade beim Putzen oder bei täglichen Abläufen versuche ich eher mal eine Kniebeuge oder eine Rückenhalteübung einzubauen.
  • Die kleine Runde um den Block.
  • Am Schreibtisch immer wieder die Rückenhaltung korrigieren.
  • Mit dem Fahrrad Einkaufen fahren.
  • Aktivitäten wie Schlauchboot fahren, Biergarten, Geocaching, Grillabende.
  • Für die Balance: Meditation, Yoga, Pilates etc.
  • Es gibt aber auch tolle geführte Meditationen oder Hypnosen auf Youtube und Co.

Zu Punkt 5 (Erfüllung/Berufung):

Hier gibt es wohl keine kleinen Helferlein. Es braucht schon einen großen Überblick und eine ordentliche Portion Selbstreflexion. Wo kann die Reise hingehen? Wie soll das weitergehen? Dazu sollte man jeden Tag ein bisschen wahrnehmen, was so im eigenen Leben los ist.

Es ist jedoch schon eine ungemeine Hilfe viele andere Dinge im Leben bereits besser zu meistern. Dann hat man mehr Kraft für die Umsetzung größerer Veränderungen.

Was sind denn eure Glückskicks?

2 Comments on “Das Beste aus dem Tag rausholen!

  1. Sehr gut geschriebener Artikel!
    Meine alltäglichen Glückskicks sind schöne Musik, treffen mit Freunden, draußen in der Natur sein, Sport mit Freunden, gutes Essen und natürlich auch meine Lieblingsserie auf Netflix 😍

    Liken

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