So hältst du deine Vorsätze ein!

Lesedauer: 5 Minuten

Der hundertste Beitrag zum Thema Vorsätze. Und es ist immer die gleiche Leier.

Was also kann ich noch verfassen, was noch nicht tausendfach veröffentlicht und niedergeschrieben wurde?! Wahrscheinlich nichts. Deshalb werde ich schlicht und einfach etwas von meinen Erfahrungen zum Thema „gute Vorsätze und Gewohnheiten verändern“ niederschreiben.

Das Ende des Tunnels

Zuallererst steht da ein Ziel. Oder nennen wir es eher eine Wunschvorstellung. Die Vorstellung von einem besseren, gesünderen, schlaueren, schlankeren oder von mir aus reicheren Ich. Da will ich hin! Es wäre zu schön, wenn es so wäre. Hast du diesen Punkt vor Augen, dann male ihn dir in allen Farben aus! Wie fühlt es sich an endlich die 6 Kg wieder runterzuhaben? Stelle dir vor, wie du glücklich und zufrieden mit deiner Traumfigur am Strand liegst. Wie bewegst du dich mit deinem neuen Ich in der Gesellschaft? Wie liebevoll und stolz kannst du dich dann selbst betrachten?

Diese Vorstellung trieb mich einst selbst an, ein paar überschüssige Pfunde runterzubekommen. Jeden Tag ein wenig Visualisierungstraining, wie man es aus dem Spitzensport kennt. Dort stellen sich Athleten und Co nämlich ihren Sieg vor. Und das so detailliert wie nur möglich. Statistiken zeigen, wenn man es sich vorstellt, zieht der Rest nach. (So die Kurzform.) Also, Ende des Tunnels anpeilen und die Fantasie einsetzen.

Keine Lebenszeit verschenken

Eines Morgens stellte ich mir die Frage, warum ich es in 5 Jahren nicht schaffte, mein Wunschgewicht zu erreichen. Mir wurde klar, dass ich Tag ein Tag aus mehrere Minuten damit verbrachte, mich sehnsüchtig zu fragen, wie es wohl wäre 7 Kg weniger zu wiegen. Auch, wenn ich nicht in tiefe Trauer über meine fehlende Zielerreichung fiel, kostete mich diese Frage jedoch jeden Tag ein bisschen Lebenszeit und brachte mir für diesen Moment einen bitteren Beigeschmack und ein unangenehmes Gefühl. Was wäre also, wenn ich mich jetzt mal so richtig zusammenreiße und mit einer großen Portion Ehrgeiz und Fleiß dieses Thema angehe?!?! Gedacht- und angefangen. Ich wollte mich das nicht mehr fragen müssen, sondern Antworten, wie mein Leben mit meinem Traumgewicht laufen würde.

Nach 2 Monaten und ner Menge Disziplin -Verzicht auf Kohlenhydrat und Fett- und außerdem viel und regelmäßig Sport, hatte ich es geschafft. ABER: es war mir zu blöde. Ich erreichte mein Wunschgewicht, das jedoch musste unter zu harten Bedingungen gehalten werden. Diese war ich nicht bereit tagtäglich zu stemmen. Nun wusste ich es! Ich behielt ein paar Gewohnheiten bei, manche verwarf ich. Seither habe ich nie wieder gefragt wie es wohl wäre. Ich wusste es!

Neuroplastizität

Was ein Wort! Es beschreibt die Fähigkeit des Gehirns sich selbst zu ändern. Dieses Wissen treibt mich voran. Mein tiefer Glauben daran alles gedanklich und gewohnheitlich Erschaffene verändern zu können, spornt mich an. Kennst du das? Du setzt dich ins Auto und fährst zur Arbeit. Angekommen kannst du nicht einmal genau sagen was während der Fahrt passiert ist. An welcher Ampel standest du? Wie war das Gefühl als du in den dritten Gang geschaltet hast? Keine Ahnung?!! Genau. Du bist auf Autopilot unterwegs gewesen. Immer wiederkehrende Geschehnisse speichert unser Hirn ab und es läuft quasi von alleine. Machst du also regelmäßig bspw. vor dem Schlafengehen 50 Liegestütze, dann wird es für dein Gehirn zum Automatismus. An einem bestimmten Punkt wird es so selbstverständlich ausgeführt, dass du dich gar nicht mehr nach Lust und Motivator fragen kannst. Viel besser noch, das Gehirn hat diese Handlung so fest in den Ablauf integriert, es fühlt sich dann eher unnormal an es auszulassen. Da willst du hin! Natürlich braucht es bis dahin erstmal stumpfes Durchhalten aber ich finde die Aussicht schon mal erstrebenswert.

Zu viel Stress, ungesundes Essen, zu wenig Bewegung, Rauchen und Co.

Nun wollen wir mal die Kinder beim Namen nennen. Egal, um was es geht; es steht die Gewissheit im Raum, dass es nicht die beste und funktionalste Lebensweise ist. Rauchen schadet immens, das weiß man. Auch dauerhaft nur Ungesundes zu verzehren, trägt nicht gerade zu einem gesunden und bewussten Leben bei. Nur am Schreibtisch hocken oder in der Freizeit vor der Glotze, kann ja irgendwie auch nicht alles sein. Unser Körper ist auf Bewegung ausgerichtet und das braucht er, um ordentlich zu laufen. All das sind keine Geheimnisse mehr und doch ist es so schwer seine eingefahrenen Gewohnheiten anzupacken und es endlich anders zu machen. Beschäftige dich mit diesen Themen. Gerne auch erstmal nur in der Theorie. Selbst, wenn du dich aktuell noch nicht in der Lage fühlst, das Rauchen (wahlweise das ungesunde Essen/ die Bewegungsarmut) aufzugeben, beschäftige dich jeden Tag damit. Hol dir Bücher zum Thema und lies jeden Tag einige Minuten darin. Damit fokussierst du dich. „Bewusst werden“, ist hier das Zauberwort. Und dann startest du mit ganz kleinen Schritten in Richtung –neues Leben.

Sicher ist: ohne ein wenig Fleiß, kein Preis. Und ohne es versucht zu haben, kann man nicht wissen, ob es der richtige Weg ist. Sich aber ständig zu fragen, was wäre wenn, macht auf Dauer auch unglücklich. Lieber einmal ran an den Speck und dann hat man das leidige Thema vom Tisch. Der Tag hat 24 Stunden – 1440 Minuten. Was sind da 60 Minuten täglich für ein wenig sportliche Betätigung oder die Beschäftigung mit = was macht gesundes Essen mit mir/ was macht rauchen mit mir und meinem Körper/ wie kann ich besser mit Stress umgehen usw.

Aber eins bleibt, du bist nicht alleine. 65 % der Deutschen nehmen sich gute SÄTZE-VOR. Wir sitzen also im selben Boot. Es muss nicht alles perfekt sein aber zu spüren wie man sich etwas Gutes getan hat, indem man auf dem Weg zum besseren Leben ist, macht schon glücklich! Ich wünsche uns viel Erfolg!

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